Software-Integration

Die Gebäudebeschreibungssprache ArchiXML ist als offenes Format konzipiert, welches sich in jede Art von Software-Anwendungen integrieren läßt. Voraussetzung dafür ist ein Interpreter, der die im XML-Format vorliegenden Gebäudebeschreibungen in ein dreidimensionales Oberflächenmodell umwandeln kann. Diese Modelle können zur Anzeige auf dem Bildschirm, zur Weiterbearbeitung in einer CAD- oder 3D-Anwendung oder einem Renderer verwendet werden.

Szenario 1: Gebäudemodellierer

Für ein Modellierungsprogramm wird eine grafische Benutzerschnittstelle benötigt, die dem Anwender das direkte Bearbeiten eines Modells am Bildschirm ermöglicht. Die Gebäudebeschreibungen liegen im XML-Format vor, und die daraus erstellten 3D-Modelle werden am Bildschirm dargestellt, wo sie vom Anwender bearbeitet werden. Die so erstellten Modelle werden anschließend wieder im XML-Format abgespeichert.

Szenario 2: Plugin für eine CAD- oder 3D-Anwendung

Um die Möglichkeiten der unkomplizierten Gebäudemodellierung in einer bestehenden CAD- oder 3D-Programm verwenden zu können, gibt es die Möglichkeit, ein Plugin zu entwickeln. So können die Vorteile des archiXML-Konzeptes genutzt werden, und dabei den Workflow einer gewohnten Modellierungs- und Render-Software beibehalten zu können. In den meisten Anwendungen können die Plugins nahtlos in die Programmoberfläche integriert werden.

Szenario 3: Integration in ein Geoinformationssystem (GIS)

Ähnlich wie die Integration in ein 3D-Programm, können auch Geoinformationssysteme über Plugins oder zusätzliche Software-Module um die Möglichkeit, Gebäude- und Stadtmodelle zu erstellen, erweitert werden. Das gilt ebenso für spezielle GIS-Anwendungen wie Google Earth oder Level-Designer für gängige Spiele-Engines.

Szenario 4: Integration in eine Spiele-Engine

Für einige Spiele-Genres wie Flugsimulatoren, Autorennspiele, Adventures oder Shooter eignet sich eine generative Gebäudemodellierung, um große und detaillierte Spiele-Levels per Zufall zu erzeugen. Dazu ist ein Software-Modul erforderlich, welches die XML-Gebäude- bzw. die Stildefinitionen erzeugt. Das XML-Markup wird dann vom Interpreter in ein Geometriemodell umgewandelt, welches auf herkömmliche Art und Weise durch die Game-Engine dargestellt wird.